Weltfinanzkrise und Islam

Die Freiwirte bekommen Unterstützung

Silvio Gesell wird ja heftig als Antisemit angegriffen. Lassen wir das mal beiseite und nehmen nur seine Beobachtung, dass aus der Legalisierung des  Zinseszinses nunmal unbestritten unvermeidbare regelmäßige Katastrophen herrühren (sogar etwa der liberale Obama bestätigt das in seinem Buch), dann  ist es vielleicht mal interessant, diesen Artikel in der Islamischen Zeitung zu lesen.

Ist es vielleicht wirklich die „Eigentliche Glaubensfrage in unserer Zeit”, die dort gestellt wird? Ich glaube jedenfalls, dass es einen dritten, vierten und fünften Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus gibt. 

Auch wenn der New Deal von FDR und die soziale Marktwirtschaft von Ludwig Erhard offensichtlich des realen Sozialismus der Sowjetunion bedurften, um zu überleben, wurden sie ja von FDR oder Erhard usw. nie damit begründet. Vielmehr galt ja in der ganzen Zeit des kalten Krieges der Liberalismus (weiterhin) als historisch überholt, als tot. Nun hat er noch mal ein paar Jahre böse gezuckt. Was kommt jetzt? Schaffen es vielleicht Muslime, ein neues Finanzsystem zu etablieren? Ein Muslim, der gestern gegen den Anti-Islamisierungskongress in Köln demonstriert hat, arbeitet als erfolgreicher Banker in der Halkbank. Diese bietet derzeit 5.5% Zinsen auf Festgeld…

Ein Kommentar

  1. Thors Hammer schreibt am:

    Es könnte richtiger Liberalismus ( zumindest vorübergehend ) kommen, kein Pseudo-Neoliberalismus !
    Schau mal nach USA, da ist in der alternativen Internet-Bewegung Ron Paul der große Guru. Ich möchte hiermit NICHT den Wirtschaftsliberalismus nach Ron Paul verteidigen ( der hat sicher viele Denkfehler ), aber ich habe den Eindruck, dass Ganze liefe auf eine Spaltung hin, auf sozialistische Systemgegner , die meinen der Sozialismus müsse jetzt eingeführt werden, und auf liberale / freimarktwirtschaftliche Systemgegner, die das Problem in Subventionen und der systematischen Manipulation von dem Kapitalmärkten durch FED und Regierungen sehen. In der Tat, ohne staatliche/zentralbankliche Stützung wäre der derzeitige Finanzkapitalismus längst zusammengebrochen und wird jetzt mit sozialistischen Methoden gestützt ( Verstaatlichung von Banken und Versicherungen ). Das Ganze ist so ausgelegt, dass je nach politischer Richtung und selektiver Wahrnehmung das genaue Gegenteil der Systemfehler ist.
    Was allerdings geplant ist, ist diese Krise zu nutzen um eine Weltregierung einzuführen. Zitat Rockefeller 1994 :
    “Wir stehen am Beginn eines weltweiten Umbruchs. Alles, was wir brauchen, ist die eine richtig große Krise und die Nationen werden die “Neue Weltordnung” akzeptieren.”
    So, diese wird weitgehend sozialistisch ( was nicht für soziale Gerechtigkeit steht ) sein, sogar Privateigentum soll verboten werden, was sicher nicht für Rockefeller, Rothschild und co. gilt. Die gleichen Kräfte die diesen derzeitigen einseitigen Liberalismus ( Privatisierungen von Infrastruktur etc. , einseitig da auf der anderen Seite insbesondere die EU ein Subvenstionsgebilde ist was dem Liberalismus widerspricht ) förden, wollen also eine Art ” Weltkommunismus ” einführen, wobei ihnen der Frust der Massen über den zum Teil ausufernden ( einseitigen ) Liberalismus ( Privatisierungen, Ausbeutung durch Niedrigstlöhne etc. ) zur Hilfe kommen können.
    einen dritten Weg wird es nur geben wenn genug Leute dieses falsche Spiel durchschauen. Wobei: die Kommunisten haben sich mit ihrer Planwirtschaft verrechnet, denn dieses System widerspricht den Chaosgesetzen der Chaostheorie . Wenn die diese große Krise zur Perfektionierung ihrer Herrschaft nutzen wollen, könnten diese sehr wohl in ihrer Grube, die Sie für andere gegraben haben, selbst hineinfallen. Diese leiden möglicherweise unter ihrem Allmachtswahn, das Chaos ( selbst ) kontrollieren zu können. Genau das ist ” unsere ” Chance.

    T.H.

Notizen zum Text (von mir und Gästen)