FFN - Gespräch zwischen Muentefering und Ypsilanti

Wie viel Fake ist da wirklich im Spiel?

Das folgende Audio, das angeblich einen Ausschnitt aus einem Fakeanruf eines FFN-Reporters bei Andrea Ypsilanti wiedergibt, ist nach Auffassung der SPD illegal. Damit unterstellt sie, dass der Fake tatsächlich nur die Stimme von Müntefering betrifft und nicht – was ja immerhin auch möglich wäre – das ganze Gespräch nur ein kurzes Rollenspiel zwischen zwei Reportern. Ich gehe einfach mal von der zweiten Möglichkeit aus. Damit wäre es ja nicht illegal, sondern Fiktion.

Audio clip: Adobe Flash Player (version 9 or above) is required to play this audio clip. Download the latest version here. You also need to have JavaScript enabled in your browser.

 

Dass sich in dieser also fiktiven Szene eine SPD-Politikerin dafür entschuldigt, die JUSOS nicht richtig unter Kontrolle zu haben, ist für jeden, der die SPD-Strukturen etwas kennt, nicht weiter der Rede wert.

Aber dass sie „Münte” mit dem altbekannten Lokal-Politiker-Trick kommt und ihre eigenen Absichten hinter der Klientel zu verstecken sucht, kann doch wohl nur als Drehbuchschwäche erklärt werden?

Sogar dass das auf Lokalebene klappt, habe ich mich oft genug  gewundert. Da brauchte der bauernschlaue Bürgermeister aus einem Vorort seine allen bekannte Abneigung gegen irgendein Vorhaben nur damit begründen, dass er damit in seiner Ortsgruppe „überhaupt nicht mehr aufzutauchen brauche”, d.h. dass er ja gar nicht seine eigene Meinung vertritt, sondern es für ihn um politisches Leben oder Tod gehe – und schon bekam er seinen Willen. Aber das klappte natürlich regelmäßig nur deshalb, weil die Parteispitzen (so fühlen sie sich auch auf Lokalebene) keine Ahnung haben, was in den Vororten wirklich läuft.  Wenn nun Ypsilanti in einem echten Gespräch mit einem echten Münte wirklich diesen Trick versuchen würde, hieße das ja, dass sie davon ausgeht, dass auch die SPD-Bosse in Berlin keine Ahnung haben, was in der hessischen Provinz abgeht? Och nö, das soll ich glauben? Kann doch nicht sein. Wenn wir also in ein paar Tagen vom Radiosender FFN aufgeklärt werden, dass es in Wirklichkeit nie einen Anruf bei Frau Ypsilanti gegeben hat, war ich der Erste der es gemerkt hat. Ätschibätschi.

Notizen zum Text (von mir und Gästen)