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	<title>Kommentare zu: Wenn Vater Staat mit Kindern Onkel Doktor spielt</title>
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	<description>Lösungen für bessere Kommunikation</description>
	<pubDate>Fri, 12 Mar 2010 02:42:31 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Von: Klaus Heck</title>
		<link>http://kheck.info/archives/583#comment-375</link>
		<dc:creator>Klaus Heck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 15:15:25 +0000</pubDate>
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		<description>Zunächst: Identifizierbare Kommentare mit richtiger Mailadresse beantworte ich lieber und daher sorgfältiger, aber ich gebe mir -- auf die Schnelle -- dennoch Mühe, wie gewünscht, auf den Kommentar einzugehen:





&lt;blockquote&gt;Freie Liebe ist für mich nicht mehr als die Befreiung zur gierigen zügellosen zwanghaften Lust.&lt;/blockquote&gt;



Absolut einverstanden. Wobei ich hier gleich einwenden muss: "Frei" ist ein Begriff, der von liberaler Propaganda geradezu in sein Gegenteil der ursprünglichen Bedeutung pervertiert wurde, ich bin hier ganz *konservativ* und benutze den Begriff Freiheit in überlieferter Bedeutung, da heisst frei sein, zu den Lieben zu gehören, also angehörig, nicht zügellos zu sein, für solche echte freie Liebe wäre ich und Sie sicher auch.




&lt;blockquote&gt;Wer noch Tischmanieren hat, soll umerzogen werden und sich gefälligst anpassen und auf ein für ihn unwürdiges Niveau begeben. Seine Kinder, die als Beobachter und leere Gefäße Einflüsse aufsaugen, kann er kaum noch nach seinen Vorstellungen erziehen, weil ewig lockt die Süßigkeit.
Ich bin mir der latenten Verurteilung Ihrer Person und vieler Menschen bewußt, die ich hiermit betreibe, und hoffe sie entschuldigen diesen etwas gemeinen Vergleich, der aber meine persönlichen Gefühle gut beschreibt.&lt;/blockquote&gt;

Oh nein, ich fühle mich da gar nicht angesprochen, sondern Sie reden mir -- auch mit dem Vergleich des Essens und der Tischsitten -- geradezu aus dem Herzen.  Zwar sehe ich Kinder nicht als "leere Gefäße", aber auch nicht, wie heute und seit der Antipädagogik-Ideologie propagiert als "Inhaber" der Zukunft, als die eigentlich Weisen, hinter die wir Alten uns zu verstecken hätten, die nicht "erzogen" werden dürfen, weil sie selbst am besten wissen, was für sie gut ist usw.



 

&lt;blockquote&gt;Individuell heißt aber auch, dass jeder seiner Fasson gemäß vorgehen darf, ohne zu etwas gezwungen zu werden. Ich werde aber bereits gezwungen, wenn ich mir eine fanatisch sexualisierte Lebensweise anschauen muss, die mich anekelt. &lt;/blockquote&gt;



Ja. Da sehen Sie was für ein Unsinn die Propagierung der Zwangslosigkeit ist.



&lt;blockquote&gt;Nicht die Sexualität, nicht Homosexualität oder andere Spielarten, die ja jeder leben darf, aber ihre öffentliche Lobpreisung geht gegen alles Akzeptable. 
&lt;/blockquote&gt;

Diese Aussage ist unhistorisch und deshalb falsch. Werte sind nicht absolut, noch vor wenigen Jahrzehnten ging bei uns etwa Homosexualität "gegen alles Akzeptable". Und ehrlich: auch heute noch kann ich nicht immer mit gutem Gefühl zuschauen, wenn sich zwei Männer wild abknutschen. 




Sexuelle Befreiung ist sicher nicht neu und nicht der Neuzeit vorbehalten, hat es sie nicht schon oft gegeben? In jeder Hochkultur? Zumeist gegen Ende ihres kulturellen Wirkens.


"Sexuelle Befreiung" ist allerdings etwas ziemlich neues, genau genommen. Allein der Begriff "Sex" ist sehr neu und, wie schon ganz oben gesagt, verstanden unsere Vorfahren auch unter "Freiheit" etwas Entgegengesetztes. Lesen Sie vielleicht einmal Foucault, er räumte schon mitten in der "sexuellen Revolution" mit dem Mythos der Befreiung UND der angeblichen "sexuellen Unterdrückung" auf und zeigt, dass ein ungeheures Geschwätz über den Sex gestartet ist, damals Ende der 60er; dieses Geschwätz hat noch nicht aufgehört, im Gegenteil. Aber von einer "Kunst der Erotik" sind wir weiter entfernt, denn je. 
Um nochmal aufs Essen zurückzukommen: Wir sollten mehr gut kochen und gut essen. Aber hier geschieht etwas ähnliches, wie mit der Erotik: Kochkultur findet anscheinend zunehmend im Geschwätz der Medien statt, nicht am Heimischen Herd.

Klaus Heck</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zunächst: Identifizierbare Kommentare mit richtiger Mailadresse beantworte ich lieber und daher sorgfältiger, aber ich gebe mir &#8212; auf die Schnelle &#8212; dennoch Mühe, wie gewünscht, auf den Kommentar einzugehen:</p>
<blockquote><p>Freie Liebe ist für mich nicht mehr als die Befreiung zur gierigen zügellosen zwanghaften Lust.</p></blockquote>
<p>Absolut einverstanden. Wobei ich hier gleich einwenden muss: &#8220;Frei&#8221; ist ein Begriff, der von liberaler Propaganda geradezu in sein Gegenteil der ursprünglichen Bedeutung pervertiert wurde, ich bin hier ganz *konservativ* und benutze den Begriff Freiheit in überlieferter Bedeutung, da heisst frei sein, zu den Lieben zu gehören, also angehörig, nicht zügellos zu sein, für solche echte freie Liebe wäre ich und Sie sicher auch.</p>
<blockquote><p>Wer noch Tischmanieren hat, soll umerzogen werden und sich gefälligst anpassen und auf ein für ihn unwürdiges Niveau begeben. Seine Kinder, die als Beobachter und leere Gefäße Einflüsse aufsaugen, kann er kaum noch nach seinen Vorstellungen erziehen, weil ewig lockt die Süßigkeit.<br />
Ich bin mir der latenten Verurteilung Ihrer Person und vieler Menschen bewußt, die ich hiermit betreibe, und hoffe sie entschuldigen diesen etwas gemeinen Vergleich, der aber meine persönlichen Gefühle gut beschreibt.</p></blockquote>
<p>Oh nein, ich fühle mich da gar nicht angesprochen, sondern Sie reden mir &#8212; auch mit dem Vergleich des Essens und der Tischsitten &#8212; geradezu aus dem Herzen.  Zwar sehe ich Kinder nicht als &#8220;leere Gefäße&#8221;, aber auch nicht, wie heute und seit der Antipädagogik-Ideologie propagiert als &#8220;Inhaber&#8221; der Zukunft, als die eigentlich Weisen, hinter die wir Alten uns zu verstecken hätten, die nicht &#8220;erzogen&#8221; werden dürfen, weil sie selbst am besten wissen, was für sie gut ist usw.</p>
<blockquote><p>Individuell heißt aber auch, dass jeder seiner Fasson gemäß vorgehen darf, ohne zu etwas gezwungen zu werden. Ich werde aber bereits gezwungen, wenn ich mir eine fanatisch sexualisierte Lebensweise anschauen muss, die mich anekelt. </p></blockquote>
<p>Ja. Da sehen Sie was für ein Unsinn die Propagierung der Zwangslosigkeit ist.</p>
<blockquote><p>Nicht die Sexualität, nicht Homosexualität oder andere Spielarten, die ja jeder leben darf, aber ihre öffentliche Lobpreisung geht gegen alles Akzeptable.
</p></blockquote>
<p>Diese Aussage ist unhistorisch und deshalb falsch. Werte sind nicht absolut, noch vor wenigen Jahrzehnten ging bei uns etwa Homosexualität &#8220;gegen alles Akzeptable&#8221;. Und ehrlich: auch heute noch kann ich nicht immer mit gutem Gefühl zuschauen, wenn sich zwei Männer wild abknutschen. </p>
<p>Sexuelle Befreiung ist sicher nicht neu und nicht der Neuzeit vorbehalten, hat es sie nicht schon oft gegeben? In jeder Hochkultur? Zumeist gegen Ende ihres kulturellen Wirkens.</p>
<p>&#8220;Sexuelle Befreiung&#8221; ist allerdings etwas ziemlich neues, genau genommen. Allein der Begriff &#8220;Sex&#8221; ist sehr neu und, wie schon ganz oben gesagt, verstanden unsere Vorfahren auch unter &#8220;Freiheit&#8221; etwas Entgegengesetztes. Lesen Sie vielleicht einmal Foucault, er räumte schon mitten in der &#8220;sexuellen Revolution&#8221; mit dem Mythos der Befreiung UND der angeblichen &#8220;sexuellen Unterdrückung&#8221; auf und zeigt, dass ein ungeheures Geschwätz über den Sex gestartet ist, damals Ende der 60er; dieses Geschwätz hat noch nicht aufgehört, im Gegenteil. Aber von einer &#8220;Kunst der Erotik&#8221; sind wir weiter entfernt, denn je.<br />
Um nochmal aufs Essen zurückzukommen: Wir sollten mehr gut kochen und gut essen. Aber hier geschieht etwas ähnliches, wie mit der Erotik: Kochkultur findet anscheinend zunehmend im Geschwätz der Medien statt, nicht am Heimischen Herd.</p>
<p>Klaus Heck</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Ichposteimmeranonym:-)</title>
		<link>http://kheck.info/archives/583#comment-370</link>
		<dc:creator>Ichposteimmeranonym:-)</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 22:27:55 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe ihre gesammelten Erzählungen heute im Rahmen von Nachforschungen zu der Genderentwicklung gelesen und habe eine Menge gelernt. Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit, obwohl sie bisweilen für einen konservativen, liebevollen Menschen schwierig sind. 

Freie Liebe ist für mich nicht mehr als die Befreiung zur gierigen zügellosen zwanghaften Lust. 
Es ist vergleichbar mit einem All-You-Can-Eat-Megasize-Menü. Alle Teilnehmer werden gezwungen, mit allen anderen am Tisch zu sitzen. Sie müssen den direkten Nachbarn einen krankhaften Fresser ertragen, ob sie wollen oder nicht. Wann immer einer der Teilnehmer anfängt gesittet bei Tisch aufzutreten, wird ihm seine Tischregel als Beklemmung verklärt, Portionen zwangsweise angeboten, sein Verhalten als krank stigmatisiert, weil er jeden Bissen einzeln genußvoll kauen möchte und genau wissen will, woher jedes Stück Fleisch und Gemüse stammt.
So ist es eben nicht mehr den einzelnen Teilnehmern überlassen selbst Entscheidungen zu treffen. Sie werden in dem Sog der Gruppendynamiken in Ränkereien mit Nachbarn während diese widerlicherweise jede Manieren und jedes Maß vermissen lassen und sogar oft im Gespräch sich ekelerregend verhalten. Bissen ungekaut herunterschlingen, Gerichte zusammenmatschen, die überzuckert und viel zu fettreich sind, die rohe Waren beinhalten und sich teils in ihrem erbrochenen suhlend das nächste Mahl ordern von einem niemals endenden Büffet.
Wer noch Tischmanieren hat, soll umerzogen werden und sich gefälligst anpassen und auf ein für ihn unwürdiges Niveau begeben. Seine Kinder, die als Beobachter und leere Gefäße Einflüsse aufsaugen, kann er kaum noch nach seinen Vorstellungen erziehen, weil ewig lockt die Süßigkeit.
Ich bin mir der latenten Verurteilung ihrer Person und vieler Menschen bewußt, die ich hiermit betreibe, und hoffe sie Entschuldigen diesen etwas gemeinen Vergleich, der aber meine persönlichen Gefühle gut beschreibt. 

Ich hoffe sie haben meinen Standpunkt in diesem Vergleich ausmachen können. Was mir an dieser Richtung gefällt, ist die Mühe um eine individuelle Wahrnehmung, die man sich auf die Fahnen geschrieben hat. Individuell heißt aber auch, das jeder seiner Fasson gemäß vorgehen darf, ohne zu etwas gezwungen zu werden. Ich werde aber bereits gezwungen, wenn ich mir eine fanatisch sexualisierte Lebensweise anschauen muss, die mich anekelt. Nicht die Sexualität, nicht Homosexualität oder andere Spielarten, die ja jeder leben darf, aber ihre öffentliche Lobpreisung geht gegen alles akzeptable. Wie dem Kind, das sich in der Öffentlichkeit seinem verdienten Erkundungsspiel hingibt, zu raten sich zurückzuziehen und dies in einer privateren Atmosphäre zu vollziehen, so sollte doch zumindest im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme eben die Sexualität nicht so sehr in die Öffentlichkeit getragen werden, sondern im privaten verbleiben. Es ist keine Forderung nach Tabuisierung, sondern eine Bitte, Intimität und Privatsphäre zu erhalten. 
Diese geben viele Junge Menschen heute unbesehen und freiwillig freudig auf. Was sie für einen Preis dafür zahlen, wissen sie nicht und dadurch ist es aus ihrer Wahrnehmung ausgeschlossen. Es ist für diese nicht mehr begreifbar, was es einst hieß für eine Frau zu buhlen, ihr den Hof zu machen, das Herzklopfen, der Reiz die nichtkörperliche Liebeskunst geht verloren. Somit ist auch die tiefe Liebe, die die Sexualität mit einem Partner erwirken kann, die tiefe Verbundenheit, die dieser Akt der intimsten Zweisamkeit ermöglicht, dies ist ihnen verschlossen. Niemand hat ihnen beigebracht so zu leben und vor allem so zu fühlen. 
Gesunde Sexualität kommt ohne Extreme aus. Extreme deuten meist auf einen Fehler im System hin. Nach dem Nähe / Distanz Beständigkeit / Wechsel ist es eine Irritation, ein Ausschlag weitab in der Skala, der auf eine Persönlichkeitsstörung hinweist, eine die unsere Gesellschaft infiziert und sich auf der erkaltenden zwischenmenschlichen Ebene eine Bahn zu einer Ersatzbefriedigung für tiefe Liebe und Zuneigung entwickelt. 

Ich fühle ihnen übrigens nach, wieso sie weinten als die Sekretärin sie umarmte und ich habe auf meine Weise einen ähnlichen emotionalen Frühling erlebt, ohne körperlichen Kontakt, auf eine ähnlich intime Berührung eines seelenverwandten Menschen. 
Mir steht nun heute erstmals die Möglichkeit offen, mich ungehemmt zwischen den Geschlechtern zu bewegen und soll ich ihnen etwas sagen? Die Lieblosigkeit mit welcher die körperliche Liebe aufgezwungen wird, ist mir persönlich zuwieder. 
Es grenzt an eine einzige riesengroße Vergewaltigung unmündiger und mündiger dies dermaßen aufzuhalsen. Andereseits verlangt es den Menschen danach, immer wieder seine fatalsten Erlebnisse oder Defizite direkt oder in einer Übertragung immer stets aufs Neue zu begehen. 

Sexuelle Befreiung ist sicher nicht neu und nicht der Neuzeit vorbehalten, hat es sie nicht schon oft gegeben? In jeder Hochkultur? Zumeist gegen Ende ihres kulturellen Wirkens. 

Freundliche Grüße mit der Bitte um Antwort

derderanonympostet: &#62;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ihre gesammelten Erzählungen heute im Rahmen von Nachforschungen zu der Genderentwicklung gelesen und habe eine Menge gelernt. Ich danke Ihnen für Ihre Offenheit, obwohl sie bisweilen für einen konservativen, liebevollen Menschen schwierig sind. </p>
<p>Freie Liebe ist für mich nicht mehr als die Befreiung zur gierigen zügellosen zwanghaften Lust.<br />
Es ist vergleichbar mit einem All-You-Can-Eat-Megasize-Menü. Alle Teilnehmer werden gezwungen, mit allen anderen am Tisch zu sitzen. Sie müssen den direkten Nachbarn einen krankhaften Fresser ertragen, ob sie wollen oder nicht. Wann immer einer der Teilnehmer anfängt gesittet bei Tisch aufzutreten, wird ihm seine Tischregel als Beklemmung verklärt, Portionen zwangsweise angeboten, sein Verhalten als krank stigmatisiert, weil er jeden Bissen einzeln genußvoll kauen möchte und genau wissen will, woher jedes Stück Fleisch und Gemüse stammt.<br />
So ist es eben nicht mehr den einzelnen Teilnehmern überlassen selbst Entscheidungen zu treffen. Sie werden in dem Sog der Gruppendynamiken in Ränkereien mit Nachbarn während diese widerlicherweise jede Manieren und jedes Maß vermissen lassen und sogar oft im Gespräch sich ekelerregend verhalten. Bissen ungekaut herunterschlingen, Gerichte zusammenmatschen, die überzuckert und viel zu fettreich sind, die rohe Waren beinhalten und sich teils in ihrem erbrochenen suhlend das nächste Mahl ordern von einem niemals endenden Büffet.<br />
Wer noch Tischmanieren hat, soll umerzogen werden und sich gefälligst anpassen und auf ein für ihn unwürdiges Niveau begeben. Seine Kinder, die als Beobachter und leere Gefäße Einflüsse aufsaugen, kann er kaum noch nach seinen Vorstellungen erziehen, weil ewig lockt die Süßigkeit.<br />
Ich bin mir der latenten Verurteilung ihrer Person und vieler Menschen bewußt, die ich hiermit betreibe, und hoffe sie Entschuldigen diesen etwas gemeinen Vergleich, der aber meine persönlichen Gefühle gut beschreibt. </p>
<p>Ich hoffe sie haben meinen Standpunkt in diesem Vergleich ausmachen können. Was mir an dieser Richtung gefällt, ist die Mühe um eine individuelle Wahrnehmung, die man sich auf die Fahnen geschrieben hat. Individuell heißt aber auch, das jeder seiner Fasson gemäß vorgehen darf, ohne zu etwas gezwungen zu werden. Ich werde aber bereits gezwungen, wenn ich mir eine fanatisch sexualisierte Lebensweise anschauen muss, die mich anekelt. Nicht die Sexualität, nicht Homosexualität oder andere Spielarten, die ja jeder leben darf, aber ihre öffentliche Lobpreisung geht gegen alles akzeptable. Wie dem Kind, das sich in der Öffentlichkeit seinem verdienten Erkundungsspiel hingibt, zu raten sich zurückzuziehen und dies in einer privateren Atmosphäre zu vollziehen, so sollte doch zumindest im Sinne der gegenseitigen Rücksichtnahme eben die Sexualität nicht so sehr in die Öffentlichkeit getragen werden, sondern im privaten verbleiben. Es ist keine Forderung nach Tabuisierung, sondern eine Bitte, Intimität und Privatsphäre zu erhalten.<br />
Diese geben viele Junge Menschen heute unbesehen und freiwillig freudig auf. Was sie für einen Preis dafür zahlen, wissen sie nicht und dadurch ist es aus ihrer Wahrnehmung ausgeschlossen. Es ist für diese nicht mehr begreifbar, was es einst hieß für eine Frau zu buhlen, ihr den Hof zu machen, das Herzklopfen, der Reiz die nichtkörperliche Liebeskunst geht verloren. Somit ist auch die tiefe Liebe, die die Sexualität mit einem Partner erwirken kann, die tiefe Verbundenheit, die dieser Akt der intimsten Zweisamkeit ermöglicht, dies ist ihnen verschlossen. Niemand hat ihnen beigebracht so zu leben und vor allem so zu fühlen.<br />
Gesunde Sexualität kommt ohne Extreme aus. Extreme deuten meist auf einen Fehler im System hin. Nach dem Nähe / Distanz Beständigkeit / Wechsel ist es eine Irritation, ein Ausschlag weitab in der Skala, der auf eine Persönlichkeitsstörung hinweist, eine die unsere Gesellschaft infiziert und sich auf der erkaltenden zwischenmenschlichen Ebene eine Bahn zu einer Ersatzbefriedigung für tiefe Liebe und Zuneigung entwickelt. </p>
<p>Ich fühle ihnen übrigens nach, wieso sie weinten als die Sekretärin sie umarmte und ich habe auf meine Weise einen ähnlichen emotionalen Frühling erlebt, ohne körperlichen Kontakt, auf eine ähnlich intime Berührung eines seelenverwandten Menschen.<br />
Mir steht nun heute erstmals die Möglichkeit offen, mich ungehemmt zwischen den Geschlechtern zu bewegen und soll ich ihnen etwas sagen? Die Lieblosigkeit mit welcher die körperliche Liebe aufgezwungen wird, ist mir persönlich zuwieder.<br />
Es grenzt an eine einzige riesengroße Vergewaltigung unmündiger und mündiger dies dermaßen aufzuhalsen. Andereseits verlangt es den Menschen danach, immer wieder seine fatalsten Erlebnisse oder Defizite direkt oder in einer Übertragung immer stets aufs Neue zu begehen. </p>
<p>Sexuelle Befreiung ist sicher nicht neu und nicht der Neuzeit vorbehalten, hat es sie nicht schon oft gegeben? In jeder Hochkultur? Zumeist gegen Ende ihres kulturellen Wirkens. </p>
<p>Freundliche Grüße mit der Bitte um Antwort</p>
<p>derderanonympostet: &gt;</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Klaus Heck</title>
		<link>http://kheck.info/archives/583#comment-309</link>
		<dc:creator>Klaus Heck</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Dec 2008 09:00:39 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kheck.info/?p=583#comment-309</guid>
		<description>Okay. Ich will ein wenig auf die anonyme Kritik eingehen. 
Zunächst aber eine Kritik an den Schreiber: man muss hier auf meinen Seiten keine EMail-Adresse hinterlassen, um einen Kommentar zu schreiben. Sie haben es dennoch, allerdings haben Sie eine falsche Mailadresse zu einer tatsächlich existierenden Web-Seite gemacht. Dieses Verhalten grenzt nach meinem Geschmack an nicht Tolerierbarem. Nur weil eine Seite sich pe.com nennt, dies dann als Einladung aufzufassen, die falsche Mailadresse no...pe anzugeben, ist nicht lustig, sondern langweilig und nervt sicher auch den Betreiber von pe.com. 

Nun aber zu den Bemerkungen:



&lt;blockquote&gt;1. Wieso ist Sexualerziehung “fragwürdig”? Sie argumentieren nicht für diese These,&lt;/blockquote&gt;

Das stimmt nicht. Zwar kann man mir diesen Vorwurf sicher oft machen, dass ich etwas einfach in den Raum stelle, aber nicht in diesem Fall. Der ganze Text handelt immer wieder von der Fragwürdigkeit einer Sexualerziehung. Vielleicht ist es (Ihre IP verweist auf die Niederlande) auch nur ein Sprachproblem und Ihnen ist entgangen, dass ich bewusst Erziehung kursiv gesetzt habe und im Wort fragwürdig den Teil "würdig" umd zu zeigen, dass eine Auseinandersetzung mit und Infragestellung von Sexualerziehung durchaus wertvoll, "würdig" ist.

 

&lt;blockquote&gt;...sondern gehen nahtlos über in das Fallbeispiel eines Vaters, der Angst davor hat, beim Baden mit seinem Kind eine Erektion zu bekommen. Das zeigt doch schon, dass es gerade nötig ist, ein Kind von Anfang an mit etwas so selbstverständlichem wie Sexualität zu konfrontieren, es also: zu “erziehen”. &lt;/blockquote&gt;

Jaja. "Von Anfang an", das werden Sie vielleicht begreifen, wenn Sie mal andere Texte von mir lesen, ist eben nicht die Geburt. Das führt sonst eben zu diesem typischen linken Faschismus, der immer wieder auf die nächste Generation Kinder setzt und diese erziehen muss, möglichst frei von traditionellen Einflüssen. Ein Kind ist aber "von Anfang an" Kind seiner Mutter und Väter. Für Sie ist also der Vater für das Kind gefährlich, er müsste erst ins Umerziehungslager, bevor man ihn auf sein Kind loslässt. Und im kleinen soll dann so eine Broschüre so ein Umerziehungslager bieten?

&lt;blockquote&gt;Sie sagen, das könne dieser Vater gar nicht leisten, da er in seinem bürgerlichen Verständnis Angst vor seiner eigenen möglichen Erregung hat, und da sage ich: ja, eben! Dafür ist diese Broschüre da: dass sich eine solche Angst legt, dass man seine Erregung (und die mögliche des Kindes) eben nicht als “Verhängnis” (Kardinal Degenhardt) begreift.&lt;/blockquote&gt;

Also ich denke nicht, dass ich beim Vater ein &lt;em&gt;bürgerliches&lt;/em&gt; Verständnis ins Bild gesetzt habe, vielmehr habe ich ihn wohl eher als Arbeiter, als Proletarier dargestellt. Ich habe im Text auch ausführlich dargelegt, wie ich vermute, dass eine Broschüre, bzw. die mündliche Standardantwort "fortschrittlicher" Sozialarbeit auf ihn gewirkt hätte.



&lt;blockquote&gt;2. “Gender Mainstreaming” - das haben JF und Sie als williger Fürsprecher dieser reaktionären Idioten nicht kapiert - bedeutet die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen in allen Lebenslagen. Das ist das GEGENTEIL von “jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben”. Ihre ganze Kritik beruht also auf einem völlig falschen Verständnis des zugrunde liegenden Konzepts.&lt;/blockquote&gt;

Sie  schließen voreilig, dass &lt;em&gt;ich&lt;/em&gt; etwas nicht kapiert habe, während in Wirklichkeit Sie meine Kritik nicht verstanden haben. Um bei Ihrem Satz zu bleiben: "die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen..." entspricht exakt dem "jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben". Nur scheinbar ist es das Gegenteil.  Versuchen wir es mit einem unbelasteteren Beispiel: Wenn ich immer anziehe, wozu ich gerade Lust habe unabhängig davon ob Sonntag oder Alltag ist, verschwindet irgendwann möglicherweise jede Differenz zwischen "Festtagskleidung" und "Alltagskleidung". Das kann man gut finden (und ist ja auch weitgehend Realität geworden) oder bedauern.



&lt;blockquote&gt;3. Zu Ihrer “ersten Gefahr”: “nicht gender-taugliche Väter” aus dem Verkehr ziehen ist in der Tat eine gute Sache, wenn damit gemeint ist, Kinder aus dem Einfluss solcher Männer zu schaffen, die ihre jeweils individuelle Geschlechtlichkeit nicht akzeptieren, ihre Söhne oder Töchter also schlagen oder versuchen umzuerziehen, weil diese nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt von der glücklichen heterosexuellen Zweierbeziehung passen.&lt;/blockquote&gt;



Ja. Sie geben mir Recht. Sie sind in meinen Augen gefährlich und ich will nicht, dass Sie Macht über das Schicksal von Kindern haben!



&lt;blockquote&gt;4. Zu Ihrer “zweiten Gefahr”: man könnte tatsächlich erregt werden. Ja, und? Dann muss man das problematisieren, hinterfragen, darüber reden: und nicht einfach verklemmt unter den Teppich kehren, so wie Sie es vorschlagen.&lt;/blockquote&gt;

Ich habe zu keinem Zeitpunkt vorgeschlagen, etwas verklemmt unter den Teppich zu kehren. Ich stehe hier -- im Gegensatz zu Ihrer Anonymität -- mit meinem vollen Namen dafür ein, was ich sage und ich habe dem Vater im Beispiel vorgeschlagen, dann eben NICHT mit seiner Tochter zu baden, wenn er sich dabei schlecht fühlt.


 

&lt;blockquote&gt;Auch Ihr Hinweis auf die Stigmatisierung als Pädophiler entlarvt sich, wie sowieso Ihre ganzen Überlegungen, als merkwürdiger Versuch, bestehende Missstände (eben die Diskrimierung pädophiler Menschen) nicht zu hinterfragen, sondern als gegeben hinzunehmen und nicht einmal mehr in Gedanken dagegen anzugehen. Sie sind erzkonservativ geworden.&lt;/blockquote&gt;

Wow -- ich wusste gar nicht, dass es schon "erzkonservativ" ist, Pädophilie zu hinterfragen. Ich tue und tat es, wenn Sie meine Diplomarbeit gelesen haben, übrigens durchaus nur anders, als Ihnen offenbar lieb ist: sich selbst als pädophil zu bezeichnen, IST bereits Diskriminierung, genau so wie Homo- oder Heterosexualität eine diskriminierende Schublade darstellt. 





&lt;blockquote&gt;5. Die Sorge, ein Kind könne “frühreif” sein, IST unbegründet. Sexuelle Lust kann man in jedem Alter empfinden. Sie können abermals kein Gegenargument dafür bieten, sondern erzählen eine Anekdote und stellen Behauptungen auf (”Sexualität ungleich Hunger” - ach was? - und “Sexualisierung!”)&lt;/blockquote&gt;

Ich weiß jetzt nicht mehr, worin Sie sich hier verrennen. Mit meinem Text hat Ihre Kritik hier nichts mehr zu tun. Ich bestreite nicht, dass Kinder in jedem Alter erotische Leidenschaft empfinden können und beschreibe sogar mein eigenes Beispiel für eine solche frühe Erotik.



&lt;blockquote&gt;6. Ihre Ablehnung von Homoerotik wird damit begründet, dass Heterosexualität die normale und verbreitete Form menschlichen Sexuallebens sei.&lt;/blockquote&gt;

Häh? Ich lehne Homoerotik mit dem Hinweis auf "normale" Heterosexualität ab? Häh?



&lt;blockquote&gt;
10. Sie schreiben in Ihren Erinnerungen, dass Sie nichts bereuen. Damit belügen Sie sich selbst, denn nach dem, was Sie hier schreiben, müssten Sie schlicht ihre gesamte Biographie, die ich übrigens mit großem Interesse gelesen habe, als einen unfassbaren Sündenpfuhl begreifen&lt;/blockquote&gt;

Haha. Sicher belüge ich mich nicht selbst. Und um ein aktuelles Beispiel zu geben: eine Bekannte hat mir von einem 15-jährigen Praktikanten an ihrer Arbeitsstelle erzählt, der unbedingt einen Schwanz lecken möchte und überzeugt ist, schwul zu sein. Nachdem sie ihm von mir erzählt und ein Foto gezeigt hat, möchte er nun meinen Schwanz lecken, das erste Mal in seinem Leben einen Schwanz in den Mund nehmen. Warum nicht? sage ich da. Und ich hoffe, dass er sich von dieser Fixierung löst, wenn er diese Erfahrung mal gemacht hat und dann offener für weitere erotische Abenteuer ist. Mit anderen Worten: ich bin nach wie vor bereit, analog meinem Vorbild, dem Anarchisten und Gestalttherapeuten Paul Goodman, die "Verbrechen" zu begehen, die ein freier Mann begehen muss, will er nicht seine Freiheit verraten.  Vielleicht versuchen Sie nochmal meine Texte zu verstehen und FRAGEN, wenn sie etwas nicht verstanden haben, statt voreilig mit oberflächlicher (wenn auch ausführlicher) Kritik zu reagieren?

.

&lt;blockquote&gt; Ihr Vorbild Frau Kuby&lt;/blockquote&gt;

Frau Kuby ist sicher nicht mein Vorbild.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Okay. Ich will ein wenig auf die anonyme Kritik eingehen.<br />
Zunächst aber eine Kritik an den Schreiber: man muss hier auf meinen Seiten keine EMail-Adresse hinterlassen, um einen Kommentar zu schreiben. Sie haben es dennoch, allerdings haben Sie eine falsche Mailadresse zu einer tatsächlich existierenden Web-Seite gemacht. Dieses Verhalten grenzt nach meinem Geschmack an nicht Tolerierbarem. Nur weil eine Seite sich pe.com nennt, dies dann als Einladung aufzufassen, die falsche Mailadresse no&#8230;pe anzugeben, ist nicht lustig, sondern langweilig und nervt sicher auch den Betreiber von pe.com. </p>
<p>Nun aber zu den Bemerkungen:</p>
<blockquote><p>1. Wieso ist Sexualerziehung “fragwürdig”? Sie argumentieren nicht für diese These,</p></blockquote>
<p>Das stimmt nicht. Zwar kann man mir diesen Vorwurf sicher oft machen, dass ich etwas einfach in den Raum stelle, aber nicht in diesem Fall. Der ganze Text handelt immer wieder von der Fragwürdigkeit einer Sexualerziehung. Vielleicht ist es (Ihre IP verweist auf die Niederlande) auch nur ein Sprachproblem und Ihnen ist entgangen, dass ich bewusst Erziehung kursiv gesetzt habe und im Wort fragwürdig den Teil &#8220;würdig&#8221; umd zu zeigen, dass eine Auseinandersetzung mit und Infragestellung von Sexualerziehung durchaus wertvoll, &#8220;würdig&#8221; ist.</p>
<blockquote><p>&#8230;sondern gehen nahtlos über in das Fallbeispiel eines Vaters, der Angst davor hat, beim Baden mit seinem Kind eine Erektion zu bekommen. Das zeigt doch schon, dass es gerade nötig ist, ein Kind von Anfang an mit etwas so selbstverständlichem wie Sexualität zu konfrontieren, es also: zu “erziehen”. </p></blockquote>
<p>Jaja. &#8220;Von Anfang an&#8221;, das werden Sie vielleicht begreifen, wenn Sie mal andere Texte von mir lesen, ist eben nicht die Geburt. Das führt sonst eben zu diesem typischen linken Faschismus, der immer wieder auf die nächste Generation Kinder setzt und diese erziehen muss, möglichst frei von traditionellen Einflüssen. Ein Kind ist aber &#8220;von Anfang an&#8221; Kind seiner Mutter und Väter. Für Sie ist also der Vater für das Kind gefährlich, er müsste erst ins Umerziehungslager, bevor man ihn auf sein Kind loslässt. Und im kleinen soll dann so eine Broschüre so ein Umerziehungslager bieten?</p>
<blockquote><p>Sie sagen, das könne dieser Vater gar nicht leisten, da er in seinem bürgerlichen Verständnis Angst vor seiner eigenen möglichen Erregung hat, und da sage ich: ja, eben! Dafür ist diese Broschüre da: dass sich eine solche Angst legt, dass man seine Erregung (und die mögliche des Kindes) eben nicht als “Verhängnis” (Kardinal Degenhardt) begreift.</p></blockquote>
<p>Also ich denke nicht, dass ich beim Vater ein <em>bürgerliches</em> Verständnis ins Bild gesetzt habe, vielmehr habe ich ihn wohl eher als Arbeiter, als Proletarier dargestellt. Ich habe im Text auch ausführlich dargelegt, wie ich vermute, dass eine Broschüre, bzw. die mündliche Standardantwort &#8220;fortschrittlicher&#8221; Sozialarbeit auf ihn gewirkt hätte.</p>
<blockquote><p>2. “Gender Mainstreaming” - das haben JF und Sie als williger Fürsprecher dieser reaktionären Idioten nicht kapiert - bedeutet die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen in allen Lebenslagen. Das ist das GEGENTEIL von “jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben”. Ihre ganze Kritik beruht also auf einem völlig falschen Verständnis des zugrunde liegenden Konzepts.</p></blockquote>
<p>Sie  schließen voreilig, dass <em>ich</em> etwas nicht kapiert habe, während in Wirklichkeit Sie meine Kritik nicht verstanden haben. Um bei Ihrem Satz zu bleiben: &#8220;die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen&#8230;&#8221; entspricht exakt dem &#8220;jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben&#8221;. Nur scheinbar ist es das Gegenteil.  Versuchen wir es mit einem unbelasteteren Beispiel: Wenn ich immer anziehe, wozu ich gerade Lust habe unabhängig davon ob Sonntag oder Alltag ist, verschwindet irgendwann möglicherweise jede Differenz zwischen &#8220;Festtagskleidung&#8221; und &#8220;Alltagskleidung&#8221;. Das kann man gut finden (und ist ja auch weitgehend Realität geworden) oder bedauern.</p>
<blockquote><p>3. Zu Ihrer “ersten Gefahr”: “nicht gender-taugliche Väter” aus dem Verkehr ziehen ist in der Tat eine gute Sache, wenn damit gemeint ist, Kinder aus dem Einfluss solcher Männer zu schaffen, die ihre jeweils individuelle Geschlechtlichkeit nicht akzeptieren, ihre Söhne oder Töchter also schlagen oder versuchen umzuerziehen, weil diese nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt von der glücklichen heterosexuellen Zweierbeziehung passen.</p></blockquote>
<p>Ja. Sie geben mir Recht. Sie sind in meinen Augen gefährlich und ich will nicht, dass Sie Macht über das Schicksal von Kindern haben!</p>
<blockquote><p>4. Zu Ihrer “zweiten Gefahr”: man könnte tatsächlich erregt werden. Ja, und? Dann muss man das problematisieren, hinterfragen, darüber reden: und nicht einfach verklemmt unter den Teppich kehren, so wie Sie es vorschlagen.</p></blockquote>
<p>Ich habe zu keinem Zeitpunkt vorgeschlagen, etwas verklemmt unter den Teppich zu kehren. Ich stehe hier &#8212; im Gegensatz zu Ihrer Anonymität &#8212; mit meinem vollen Namen dafür ein, was ich sage und ich habe dem Vater im Beispiel vorgeschlagen, dann eben NICHT mit seiner Tochter zu baden, wenn er sich dabei schlecht fühlt.</p>
<blockquote><p>Auch Ihr Hinweis auf die Stigmatisierung als Pädophiler entlarvt sich, wie sowieso Ihre ganzen Überlegungen, als merkwürdiger Versuch, bestehende Missstände (eben die Diskrimierung pädophiler Menschen) nicht zu hinterfragen, sondern als gegeben hinzunehmen und nicht einmal mehr in Gedanken dagegen anzugehen. Sie sind erzkonservativ geworden.</p></blockquote>
<p>Wow &#8212; ich wusste gar nicht, dass es schon &#8220;erzkonservativ&#8221; ist, Pädophilie zu hinterfragen. Ich tue und tat es, wenn Sie meine Diplomarbeit gelesen haben, übrigens durchaus nur anders, als Ihnen offenbar lieb ist: sich selbst als pädophil zu bezeichnen, IST bereits Diskriminierung, genau so wie Homo- oder Heterosexualität eine diskriminierende Schublade darstellt. </p>
<blockquote><p>5. Die Sorge, ein Kind könne “frühreif” sein, IST unbegründet. Sexuelle Lust kann man in jedem Alter empfinden. Sie können abermals kein Gegenargument dafür bieten, sondern erzählen eine Anekdote und stellen Behauptungen auf (”Sexualität ungleich Hunger” - ach was? - und “Sexualisierung!”)</p></blockquote>
<p>Ich weiß jetzt nicht mehr, worin Sie sich hier verrennen. Mit meinem Text hat Ihre Kritik hier nichts mehr zu tun. Ich bestreite nicht, dass Kinder in jedem Alter erotische Leidenschaft empfinden können und beschreibe sogar mein eigenes Beispiel für eine solche frühe Erotik.</p>
<blockquote><p>6. Ihre Ablehnung von Homoerotik wird damit begründet, dass Heterosexualität die normale und verbreitete Form menschlichen Sexuallebens sei.</p></blockquote>
<p>Häh? Ich lehne Homoerotik mit dem Hinweis auf &#8220;normale&#8221; Heterosexualität ab? Häh?</p>
<blockquote><p>
10. Sie schreiben in Ihren Erinnerungen, dass Sie nichts bereuen. Damit belügen Sie sich selbst, denn nach dem, was Sie hier schreiben, müssten Sie schlicht ihre gesamte Biographie, die ich übrigens mit großem Interesse gelesen habe, als einen unfassbaren Sündenpfuhl begreifen</p></blockquote>
<p>Haha. Sicher belüge ich mich nicht selbst. Und um ein aktuelles Beispiel zu geben: eine Bekannte hat mir von einem 15-jährigen Praktikanten an ihrer Arbeitsstelle erzählt, der unbedingt einen Schwanz lecken möchte und überzeugt ist, schwul zu sein. Nachdem sie ihm von mir erzählt und ein Foto gezeigt hat, möchte er nun meinen Schwanz lecken, das erste Mal in seinem Leben einen Schwanz in den Mund nehmen. Warum nicht? sage ich da. Und ich hoffe, dass er sich von dieser Fixierung löst, wenn er diese Erfahrung mal gemacht hat und dann offener für weitere erotische Abenteuer ist. Mit anderen Worten: ich bin nach wie vor bereit, analog meinem Vorbild, dem Anarchisten und Gestalttherapeuten Paul Goodman, die &#8220;Verbrechen&#8221; zu begehen, die ein freier Mann begehen muss, will er nicht seine Freiheit verraten.  Vielleicht versuchen Sie nochmal meine Texte zu verstehen und FRAGEN, wenn sie etwas nicht verstanden haben, statt voreilig mit oberflächlicher (wenn auch ausführlicher) Kritik zu reagieren?</p>
<p>.</p>
<blockquote><p> Ihr Vorbild Frau Kuby</p></blockquote>
<p>Frau Kuby ist sicher nicht mein Vorbild.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: s.</title>
		<link>http://kheck.info/archives/583#comment-308</link>
		<dc:creator>s.</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 19:58:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://kheck.info/?p=583#comment-308</guid>
		<description>Ich habe ein paar Anmerkungen:

1. Wieso ist Sexualerziehung "fragwürdig"? Sie argumentieren nicht für diese These, sondern gehen nahtlos über in das Fallbeispiel eines Vaters, der Angst davor hat, beim Baden mit seinem Kind eine Erektion zu bekommen. Das zeigt doch schon, dass es gerade nötig ist, ein Kind von Anfang an mit etwas so selbstverständlichem wie Sexualität zu konfrontieren, es also: zu "erziehen". Sie sagen, das könne dieser Vater gar nicht leisten, da er in seinem bürgerlichen Verständnis Angst vor seiner eigenen möglichen Erregung hat, und da sage ich: ja, eben! Dafür ist diese Broschüre da: dass sich eine solche Angst legt, dass man seine Erregung (und die mögliche des Kindes) eben nicht als "Verhängnis" (Kardinal Degenhardt) begreift. 

2. "Gender Mainstreaming" - das haben JF und Sie als williger Fürsprecher dieser reaktionären Idioten nicht kapiert - bedeutet die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen in allen Lebenslagen. Das ist das GEGENTEIL von "jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben". Ihre ganze Kritik beruht also auf einem völlig falschen Verständnis des zugrunde liegenden Konzepts.

3. Zu Ihrer "ersten Gefahr": "nicht gender-taugliche Väter" aus dem Verkehr ziehen ist in der Tat eine gute Sache, wenn damit gemeint ist, Kinder aus dem Einfluss solcher Männer zu schaffen, die ihre jeweils individuelle Geschlechtlichkeit nicht akzeptieren, ihre Söhne oder Töchter also schlagen oder versuchen umzuerziehen, weil diese nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt von der glücklichen heterosexuellen Zweierbeziehung passen.

4. Zu Ihrer "zweiten Gefahr": man könnte tatsächlich erregt werden. Ja, und? Dann muss man das problematisieren, hinterfragen, darüber reden: und nicht einfach verklemmt unter den Teppich kehren, so wie Sie es vorschlagen. Auch Ihr Hinweis auf die Stigmatisierung als Pädophiler entlarvt sich, wie sowieso Ihre ganzen Überlegungen, als merkwürdiger Versuch, bestehende Missstände (eben die Diskrimierung pädophiler Menschen) nicht zu hinterfragen, sondern als gegeben hinzunehmen und nicht einmal mehr in Gedanken dagegen anzugehen. Sie sind erzkonservativ geworden.

5. Die Sorge, ein Kind könne "frühreif" sein, IST unbegründet. Sexuelle Lust kann man in jedem Alter empfinden. Sie können abermals kein Gegenargument dafür bieten, sondern erzählen eine Anekdote und stellen Behauptungen auf ("Sexualität ungleich Hunger" - ach was? - und "Sexualisierung!")

6. Ihre Ablehnung von Homoerotik wird damit begründet, dass Heterosexualität die normale und verbreitete Form menschlichen Sexuallebens sei. Das ist aber keine Begründung, sondern lediglich eine Feststellung, aus der eigentlich nichts folgt. SIE machen aus der Eröffnung anderer Möglichkeiten von Sexualität eine Erziehung zum "Misserfolg". Jungen, die keine plumpen Machos werden, sind für Sie arme Schweine, wertlos, schwule Säue eben. Anstatt dass Sie sich nun für diese Jungen einsetzen, Ihnen Selbstvertrauen geben, Sie als das annehmen, was sie sind, lassen Sie sie links liegen und wollen sie auf Hetero-Macho polen, damit sie ein Erfolg werden! Abermals wollen Sie nicht die Gesellschaft verändern, sondern kämpfen gegen die Opfer dieser Gesellschaft.

7. "Aktive Förderung von Sinnlichkeit" bedeutet nicht Zwang. Sie setzen das einfach gleich. Dumm.

8. Sie sagen, Familie sei immer besser als Institution. Ein Argument können Sie wieder nicht nennen, sondern Sie berufen sich auf Ihre Horrorerfahrungen in "totalen Institutionen". Fragen Sie doch mal all die Opfer innerfamiliärer (sexueller) Gewalt, was die davon halten, dass selbst die schlechteste Familie immer noch besser sein soll als ein anderes Lebensumfeld. Gerade Sie müssten doch wissen, dass es Menschen gibt, für die die Familie die pure Hölle ist. Und die sind gar nicht selten!

9. Wie kommen Sie aber auf all den Unsinn? Nun: sie argumentieren ernsthaft mit "Tradition", mit "das war schon immer so!" Und das sollten selbst Sie noch wissen, dass das unhaltbar ist.

10. Sie schreiben in Ihren Erinnerungen, dass Sie nichts bereuen. Damit belügen Sie sich selbst, denn nach dem, was Sie hier schreiben, müssten Sie schlicht ihre gesamte Biographie, die ich übrigens mit großem Interesse gelesen habe, als einen unfassbaren Sündenpfuhl begreifen. Ihr Vorbild Frau Kuby hat das ja auch schon geschafft, das werden Sie auch noch hinkriegen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe ein paar Anmerkungen:</p>
<p>1. Wieso ist Sexualerziehung &#8220;fragwürdig&#8221;? Sie argumentieren nicht für diese These, sondern gehen nahtlos über in das Fallbeispiel eines Vaters, der Angst davor hat, beim Baden mit seinem Kind eine Erektion zu bekommen. Das zeigt doch schon, dass es gerade nötig ist, ein Kind von Anfang an mit etwas so selbstverständlichem wie Sexualität zu konfrontieren, es also: zu &#8220;erziehen&#8221;. Sie sagen, das könne dieser Vater gar nicht leisten, da er in seinem bürgerlichen Verständnis Angst vor seiner eigenen möglichen Erregung hat, und da sage ich: ja, eben! Dafür ist diese Broschüre da: dass sich eine solche Angst legt, dass man seine Erregung (und die mögliche des Kindes) eben nicht als &#8220;Verhängnis&#8221; (Kardinal Degenhardt) begreift. </p>
<p>2. &#8220;Gender Mainstreaming&#8221; - das haben JF und Sie als williger Fürsprecher dieser reaktionären Idioten nicht kapiert - bedeutet die Berücksichtigung der individuellen Geschlechtlichkeit eines jeden Menschen in allen Lebenslagen. Das ist das GEGENTEIL von &#8220;jede Differenz zwischen Vater und Mutter aufheben&#8221;. Ihre ganze Kritik beruht also auf einem völlig falschen Verständnis des zugrunde liegenden Konzepts.</p>
<p>3. Zu Ihrer &#8220;ersten Gefahr&#8221;: &#8220;nicht gender-taugliche Väter&#8221; aus dem Verkehr ziehen ist in der Tat eine gute Sache, wenn damit gemeint ist, Kinder aus dem Einfluss solcher Männer zu schaffen, die ihre jeweils individuelle Geschlechtlichkeit nicht akzeptieren, ihre Söhne oder Töchter also schlagen oder versuchen umzuerziehen, weil diese nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt von der glücklichen heterosexuellen Zweierbeziehung passen.</p>
<p>4. Zu Ihrer &#8220;zweiten Gefahr&#8221;: man könnte tatsächlich erregt werden. Ja, und? Dann muss man das problematisieren, hinterfragen, darüber reden: und nicht einfach verklemmt unter den Teppich kehren, so wie Sie es vorschlagen. Auch Ihr Hinweis auf die Stigmatisierung als Pädophiler entlarvt sich, wie sowieso Ihre ganzen Überlegungen, als merkwürdiger Versuch, bestehende Missstände (eben die Diskrimierung pädophiler Menschen) nicht zu hinterfragen, sondern als gegeben hinzunehmen und nicht einmal mehr in Gedanken dagegen anzugehen. Sie sind erzkonservativ geworden.</p>
<p>5. Die Sorge, ein Kind könne &#8220;frühreif&#8221; sein, IST unbegründet. Sexuelle Lust kann man in jedem Alter empfinden. Sie können abermals kein Gegenargument dafür bieten, sondern erzählen eine Anekdote und stellen Behauptungen auf (&#8221;Sexualität ungleich Hunger&#8221; - ach was? - und &#8220;Sexualisierung!&#8221;)</p>
<p>6. Ihre Ablehnung von Homoerotik wird damit begründet, dass Heterosexualität die normale und verbreitete Form menschlichen Sexuallebens sei. Das ist aber keine Begründung, sondern lediglich eine Feststellung, aus der eigentlich nichts folgt. SIE machen aus der Eröffnung anderer Möglichkeiten von Sexualität eine Erziehung zum &#8220;Misserfolg&#8221;. Jungen, die keine plumpen Machos werden, sind für Sie arme Schweine, wertlos, schwule Säue eben. Anstatt dass Sie sich nun für diese Jungen einsetzen, Ihnen Selbstvertrauen geben, Sie als das annehmen, was sie sind, lassen Sie sie links liegen und wollen sie auf Hetero-Macho polen, damit sie ein Erfolg werden! Abermals wollen Sie nicht die Gesellschaft verändern, sondern kämpfen gegen die Opfer dieser Gesellschaft.</p>
<p>7. &#8220;Aktive Förderung von Sinnlichkeit&#8221; bedeutet nicht Zwang. Sie setzen das einfach gleich. Dumm.</p>
<p>8. Sie sagen, Familie sei immer besser als Institution. Ein Argument können Sie wieder nicht nennen, sondern Sie berufen sich auf Ihre Horrorerfahrungen in &#8220;totalen Institutionen&#8221;. Fragen Sie doch mal all die Opfer innerfamiliärer (sexueller) Gewalt, was die davon halten, dass selbst die schlechteste Familie immer noch besser sein soll als ein anderes Lebensumfeld. Gerade Sie müssten doch wissen, dass es Menschen gibt, für die die Familie die pure Hölle ist. Und die sind gar nicht selten!</p>
<p>9. Wie kommen Sie aber auf all den Unsinn? Nun: sie argumentieren ernsthaft mit &#8220;Tradition&#8221;, mit &#8220;das war schon immer so!&#8221; Und das sollten selbst Sie noch wissen, dass das unhaltbar ist.</p>
<p>10. Sie schreiben in Ihren Erinnerungen, dass Sie nichts bereuen. Damit belügen Sie sich selbst, denn nach dem, was Sie hier schreiben, müssten Sie schlicht ihre gesamte Biographie, die ich übrigens mit großem Interesse gelesen habe, als einen unfassbaren Sündenpfuhl begreifen. Ihr Vorbild Frau Kuby hat das ja auch schon geschafft, das werden Sie auch noch hinkriegen.</p>
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