Hecki am Herd

Vergebliche Mühe zum Weltfrauentag (Update am 9. März 2009)

Heute am Weltfrauentag wird, wenn überhaupt über Hausfrauen geredet wird, diese selbstverstädnlich nur als das Heimchen am Herd gehandelt, als Beispiel für ein Lebensmodell, in das scheinbar immer noch irgendwelche Frauen zurückzufallen drohen oder in das ihre Männer, die bösen, sie am liebsten wieder zurückwerfen würden.

Als Haus-Mann darf ich mal wagen, festzustellen, dass die Hausfrau oder auch der Hausmann ein Luxus ist, den wir uns unbedingt leisten sollten.

Ich habe für meinen IPod-Touch so ein Zeiterfassungstool runtergeladen und einfach mal genau gemessen, wie viel Zeit ich so für den Haushalt aufwände. Und siehe da: ich komme auf täglich knapp fünf Stunden, bei sieben Tagen  sind das schon Netto 35 Stunden, also die Zeit, von der unsere Gewerkschaften mal geträumt hatten, in der guten alten Zeit. Würde ich jetzt noch Urlaubsansprüche, Feier- und Krankentage mit einrechnen, komme ich also locker auf eine Vollzeitstelle.

[Update:] Rechnet man etwa mit Werten einer Kalkulationshilfe der Handwerkskammer Freiburg für die tatsächlichen produktiven Stunden einer Vollzeitstelle, so kommt man hier auf weniger als 4 Stunden bei einer Vollzeitstelle/5-Tage-Woche. Nach meinen letzten Erfahrungen mit der Einsatzbereitschaft von mehr oder weniger „typischen” Angestellten in verschiedenen Stellen, die alle recht lange Zeit z.B. privat im Internet oder mit Flurfunk usw. verbracht haben, während ihrer Arbeitszeit also, würde die Rechnung noch extremer aussehen, so dass man sagen kann, dass meine gemessenen durchschnittlichen fünf Stunden pro Tag sogar über die Produktivität einer Vollzeitkraft hinausgehen. [/Update:]

Wie das? Nun, bei mir gibt es keine Convinienz-Produkte, von Junkfood ganz zu schweigen. Auch der Pizzaservice muss in der Regel auf gute Geschäfte mit uns verzichten. Also, selbstgemachte Majonaise, Nudeln, Ketchup, von Kuchen und Kartoffelpuree ganz zu schweigen dauert eben. Und das Bügeln…

Ich als Hausmann plädiere also hier mal kurz für die gute alte Familie mit einem Verdiener. Ich darf das.

Und wenn mal wieder mehr Leute Notiz von meinen Artikeln nehmen, ich meine aktiv, also kommentieren oder mir mal wieder ne freundliche Mail schreiben, nehme ich mir auch gern wieder mehr Zeit fürs Bloggen.

Ein Kommentar

  1. Obama favorisiert irgendwie die klassische Familie | www.KHeck.info pings back:

    [...] einem meiner letzten Artikel, Hecki am Herd, habe ich kurz den Aufwand und Luxus der klassischen Familie mit einer „Vollzeitstelle” im [...]

Notizen zum Text (von mir und Gästen)