Die Auschwitzlüge
Nur ein paar Worte aus verkehrter Sicht
Ich schau mir gerade den Film “The Boy in The Striped Pyjama” an. Etwa in der Mitte des Films sagt ein Soldat zur Frau des Kommandanten, die ein paar 1000 Meter entfernt von dem KZ leben, mit Blick auf rauchende Schornsteine, dass die Juden noch mehr stinken würden, wenn sie brennen.
Die Ehefrau versteht erst nicht und reagiert dann entsetzt. Da fällt mir gleich die Ausschwitzlüge an, allerdings aus verkehrter Sicht. Das meint: Ich wurde als Kind in der Schule systematisch belogen, denn uns wurde beigebracht, dass alle Deutschen, also auch meine Eltern, meine Großeltern, alle eben, die ganze Zeit gewusst hätten, dass die Nazis Juden vergast hätten. Das war, wie ich heute weiß, die erste Auschwitzlüge, mit der ich konfrontiert wurde und sie war verheerend. Denn sie hatte die Beziehung zu meinen Eltern und Großeltern dauerhaft belastet. Ständig beteuerten sie ja, dass sie keine Nazis waren (außer meiner Mutter, die immer erzählte, wie gern sie die BDM-Uniform getragen hätte und wie gern sie zu den BDM-Abenden gegangen wäre), aber das taten sie ja fast alle, die älteren Deutschen, also die Erwachsenen. Und wenn man dann nachfragte, warum sie denn nichts gegen die Ermordung der vielen Millionen Juden unternommen hätten, dann sagten sie regelmäßig, davon hätten sie ja nichts gewusst. Und genau diese Antwort wurde von unseren “Wendehals”-Lehrern dann als Lüge gebrandmarkt. „Jeder Deutsche hätte wissen können, was passierte, sie haben nur weggesehen” schimpften unsere Lehrer dann und so stand es in den Illustrierten, so wurde es im Fernsehen wiederholt usw. Auch diese jüngere Deutsche Vergangenheit muss aufgearbeitet werden, wenn es überhaupt Sinn machen soll, irgendwelche Vergangenheiten aufzuarbeiten.
Nicht zuletzt angesichts dieser verkehrten Auschwitzlüge halte ich die Strafbarkeit der Holocoust-”Leugnung” für einen Skandal und für einen schweren Eingriff in die liberale Meinungsfreiheit. Hierzu ein wie ich finde recht guter Artikel, dessen Argumente ich hier nicht wiederholen will.
“Ich versteh das nicht, ich habe einen Film über das Lager gesehen und da sah alles so nett aus”. Mit diesem Satz wendet sich der Kommandantensohn an einen ebenfalls 8-jährigen Jungen, mit dem er sich zwischen dem Stracheldrahtzaun angefreundet hatte. Es war ein Propagandafilm, den sein Vater anderen Nazis in seinem Haus vorgeführt hatte, der die jüdischen Lagerbewohner beim Spielen und Kuchen-Essen zeigte. Tja. Medienmacht wirkt nicht nur bei Kindern und nicht nur so extrem bei Kindern. So oft habe ich schon erlebt, dass Leute meinen und selbst ihren eigenen Augen nicht trauen, wenn im Fernsehen etwas anderes gesagt wurde.
Eins will, nein muss ich noch hinzufügen: auch ich zweifle immer wieder an der Tatsache der massenhaften Ermordung von Juden im immer wieder geschilderten Ausmaß. Und ich kann hier nicht für alle Holocoustleugner sprechen, aber bei einigen, wie sicher bei mir, halte ich es eher für ein Zeichen dafür, dass sie den Glauben an die Menschheit nicht begraben wollen, denn für kalten Revisionismus. Wer daher alle, die an der Judenvernichtung zweifeln, zweifeln müssen, einfach und gedankenlos an den Pranger stellt, ist für mich schlicht: Abschaum.