We don’t want any court stuff
Die Glühbirne als Relikt der Dampfmaschinenzeit
Ich schwanke noch. So wie Old Misery im besten englischen Text, den ich gelesen habe, seit ich überhaupt englische Texte lese (und das ist noch nicht so lange). Aber ich kann noch extremer: The Destructors von Graham Greene ist bisher der einzige englische Text, den ich überhaupt vorbehaltlos als lesenswert empfehlen kann. Und immerhin konkurriert er mit einem Buch des künftigen amerikanischen Präsidenten, mit Texten von Chomsky oder einem Buch der Globalisierungskritikerein Naomi Klein.
The Destructors ist eine Kurzgeschichte und selbst ich mit meinen schlechten English-Kenntnissen habe sie in den letzten 2 Tagen schon drei-mal gelesen. Ich empfehle also oben den Link anzuklicken, wofür habe ich sonst den Text mit möglichst wenig Fehlern und Kürzungen im Netz gesucht und in meinen Webspace hochgeladen?
Aber wie gesagt: ich schwanke noch. Ich bin unsicher, ob ich den in der zweiten Überschrift angekündigten Vergleich mit der Vernichtung der Glühbirne ausführen will.
Vielleicht reicht ja fürs Erste diese kleine Andeutung, um den möglichen Leser von The Destructors ein wenig vom allzu Naheliegenden abzubringen und zu verführen, diese Geschichte in die Welt zu transportieren, in die sie gehört: unsere Welt heutiger Erwachsener mit der Macht, Dinge zu zerstören. Sie sind einst den Marsch durch die Institutionen angetreten, besagte Generation. Sie stehen für all die gebotene Respektlosigkeit, für die Bedürfnisorientierung des homo sacers, des letzten Menschen und seinem stillen Örtchen, das längst die Wohnung ersetzt hat und nun bald im fahlen Schein der Energiesparlampe die Notdurft gewährleisten soll, auf die allein es ja ankommt. Okay. Ich bin schon still, erst mal. (Sagt Mike)